Ballett der Furien zu L'Ivrogne corrigé

GluckWV 2.53

Allgemeines

Wotquenne-Nummer: deest

Werktyp: Ballett

Werkbezeichnung: Divertissement

Uraufführungsort: 30. Mai 1761, Schloss Laxenburg

Authentizität: zugeschrieben (Musik verschollen)

Personen

Genese

Entstehung:

Die erste Aufführung der Opéra-comique L'Ivrogne corrigé fand bereits im Jahr 1760 statt. Es folgte eine Aufführung am 29. März 1761, von der Philipp Gumpenhuber in seinem Repertoire der Wiener Theater1 berichtet, dass die Oper "ornée de son divertissement des Paisans travestis en Lutins, et en Furies" gezeigt wurde (vgl.  Ballett zu L'Ivrogne corrigé). Ohne ein Aufführungsdatum zu nennen, gibt Gumpenhuber im Repertoire von 1761 die Existenz einer neuen Choreographie Duprés an. Zu vermuten ist, dass die Überarbeitung bereits bei der zweiten Aufführung der Opéra-comique am 30. Mai 1761, der einzigen weiteren bei Gumpenhuber angegebenen, gezeigt wurde. Gemäß der gängigen Bühnenpraxis kann außerdem davon ausgegangen werden, dass dafür neue Musik verwendet wurde, auch wenn vermutlich weiterhin ein Bezug zur Handlung der Opéra-comique bestand. Als Komponist der Opéra-comique kann Gluck auch als Verantwortlicher für die Musik des Balletts vermutet werden, noch dazu, da er in der Saison 1760/61 an beiden Wiener Theatern als "Compositore von der Musik zu denen Balletten" angestellt war.

Laut Repertoire von Philipp Gumpenhuber waren in der Saison 1761/62 am Burgtheater folgende Tänzerinnen und Tänzer engagiert:
Tänzerinnen
[Louise] Joffroy[-Bodin]
[Marianne] Le Clairc [Le Clerc]
[Maria Ester] Boccherini
[Theresa] Wismar
[Carolina] Grandchamp
[Maria Anna] Eloin [Héloin]
[Adriana] Giropoldi
[Eva] Rott(in)
[Susanne] Mitt(in)
Rosalie [Granget]
[Thérèse ?] De Kamp [Decamp]
[Marie] Granget
Tänzer
[Gasparo] Angiolini
[Jean] Dupré
[Louis] Frossard
[Vincenzo] Turchi
[Pierre] Bodin
[Annibale] Barsi
[Antoine] Gobert
[Antoine] Durval
[Jean Baptiste] Grandchamp
[Jacques] Eloin [Héloin]
Querin [Vorname unbekannt]
[Johann] Hopp
[Philipp] Gumpenhuber

Zeitgenössische Berichte:

1Philipp Gumpenhuber, Répertoire de tous les Spectacles qui ont été donnés au Théâtre près de la Cour, Eintrag vom 30. Mai 1761.

Graf Karl von Zinzendorf, Journal du Comte de Zinzendorf et Pottendorf, Eintrag vom 30. Mai 1761 (A-Whh, AT-OeStA/HHStA KA Nachlass Zinzendorf Tagebücher 6).

Uraufführungsort:

Werkteile

Übernahmen

keine

Quellen

keine

Literatur

Brown, Bruce Alan: Gluck and the French Theatre in Vienna, Oxford 1991. ISBN/ISSN: 0193164159

Brown, Bruce Alan und Rushton, Julian: Gluck, Christoph Willibald, in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, Second Edition, Vol. 10 Glinka to Harp, hrsg. von Stanley Sadie und John Tyrrell, Oxford 2001, S. 24–58.

Hárich, János: Inventare der Esterházy-Hofmusikkapelle in Eisenstadt, in: Das Haydn-Jahrbuch 9, Wien 1975, S. 5–11 und 67–125.

Erstellt von: Vera Grund
Zitierhinweis: Christoph Willibald Gluck. Sämtliche Werke, GluckWV-online, URI: http://www.gluck-gesamtausgabe.de/id/2-53-00-0 (23.11.2019)

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