Ballett zu Arianna

GluckWV 2.68

Allgemeines

Wotquenne-Nummer: deest

Werktyp: Ballett

Werkbezeichnung: Grand ballet

Uraufführungsort: 27. Mai 1762, Schloss Laxenburg

Informationen zur Uraufführung:

Ausführende: Pas de deux - Louise Joffroy-Bodin und Gasparo Angiolini, Maria Ester Boccherini (ainée) und Francesco Turchi (cadet) bzw. Gasparo Angiolini, Concert - Maria Anna Héloin und Antoine Gobert, Adriana Giropoldi und Annibale Barsi, Susanne Mitt(in) und Jacques Héloin, Elenzon(in) und Johann Hopp, Matilda Boccherini (cadette) und Antoine Durval; Choreograph - Gasparo Angiolini

Authentizität: zugeschrieben (Musik verschollen)

Genese

Entstehung:

Am 27. Mai 1762 wurde im Schlosstheater in Laxenburg eine Vorstellung gegeben, bei der das Pasticcio Arianna mit einem Schlussballett von Gasparo Angiolini gezeigt wurde. Angiolini tanzte die erste Solopartie und sprang außerdem für den erkrankten zweiten Solisten Francesco Turchi ein. Im Repertoire des Wiener Burgtheaters1 gibt Philipp Gumpenhuber Gluck eindeutig als Verantwortlichen des Opernpasticcios an, die Autorschaft für das Ballett ist dagegen nicht eindeutig gesichert.

Gianambrogio Migliavaccas Arianna-Libretto behandelt den mythologischen Stoff um die von Theseus auf Naxos zurückgelassene Ariadne. Möglicherweise dienten die im Libretto zur Aufführung angegebenen "Marinari seguaci di Teseo" und "Guerrieri, Sileni, e Baccanti, seguacci di Bacco" als Protagonisten der Ballette. 

Werkgeschichte:

Insgesamt fanden in der Saison 1762/63 fünf Aufführungen des Pasticcios Arianna statt, allerdings wurde laut Gumpenhubers Repertoire bereits bei der zweiten Vorstellung am 24. Juni 1762 in Schönbrunn ein neukomponiertes Ballett gezeigt, wie auch bei der ersten Vorstellung im Wiener Burgtheater am 31. August 1762 (siehe die weiteren Einträge Ballett zu Arianna).

Zeitgenössische Berichte:

1Philipp Gumpenhuber, Répertoire de tous les Spectacles qui ont été donnés au Théâtre près de la Cour, Eintrag vom 27. Mai 1762 (A-Wn, Mus. Hs. 34580b).

Uraufführungsort:

Werkteile

Übernahmen

keine

Quellen

keine

Literatur

Brown, Bruce Alan: Gluck and the French Theatre in Vienna, Oxford 1991. ISBN/ISSN: 0193164159

Brown, Bruce Alan und Rushton, Julian: Gluck, Christoph Willibald, in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, Second Edition, Vol. 10 Glinka to Harp, hrsg. von Stanley Sadie und John Tyrrell, Oxford 2001, S. 24–58.

Hortschansky, Klaus: Arianna (1762) - ein Pasticcio von Gluck, in: Die Musikforschung 24, Heft 4, Kassel usw. 1971, S. 407–411. ISBN/ISSN: 00274801

Erstellt von: Vera Grund
Zitierhinweis: Christoph Willibald Gluck. Sämtliche Werke, GluckWV-online, URI: http://www.gluck-gesamtausgabe.de/id/2-68-00-0 (20.09.2019)

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