Le Moulin de l'amour

GluckWV 2.37

Allgemeines

Wotquenne-Nummer: deest

Werktyp: Ballett

Uraufführungsort: 28. Dezember 1760, Wien, Kärntnertortheater

Authentizität: zugeschrieben (Musik verschollen)

Personen

Genese

Entstehung:

Philipp Gumpenhuber berichtet in seiner Chronologie des Wiener Kärtnertortheaters1 für das Jahr 1761 am 1. Januar von einer Wiederaufnahme der Ballette Les Blanchisseuses (vgl. den zugehörigen Eintrag) und Le Moulin de l'amour, die bereits am 28. Dezember 1760 zum ersten Mal gezeigt worden waren. Aufgrund der zahlreichen Wiederholungen (Gumpenhuber verzeichnet Aufführungen am 1., 6. bis 8., 10. bis 15. und am 28. Januar 1761 im Kärntnertortheater sowie am 5. Januar 1761 im Burgtheater), ist zu vermuten, dass die Ballette beim Publikum Gefallen fanden. Zu den Aufführungen der Ballette erhielten sich keine Berichte. In anderen Wiener Balletten der Zeit steht die Mühle stets als Symbol für die niederländische Kultur, möglicherweise handelte es sich dabei also um ein Nationenballett. Möglich ist auch, dass das im Jahr 1758 am Théâtre Italien aufgeführte La Fête au moulin für dessen Choreographie vermutlich Jean-Baptiste Dehesse zuständig war, die Idee zu dem Ballett gab und es sich um ein "Ballet des metiers" handelt, also der Berufsstand der Müller im Mittelpunkt stand.2
Dass Gluck für die Musik zu Le Moulin de l'amour verantwortlich war, kann aufgrund seiner Anstellung als "Compositore von der Music zu denen Balletten" an beiden Wiener Theatern in der Saison 1760/61 angenommen werden, ebenso wie Charles Bernardi als Choreograph, der als Ballettmeister für das Kärntnertortheater zuständig war.
Laut Hofzahlamtsbüchern3 waren in Dezember 1760 bis Februar 1761 am Kärntnertortheater folgende Tänzerinnen und Tänzer engagiert:
[Camilla] Paganini
[Bettina] Bugiani
[Josepha bzw. Giuseppa] Fusi
Bini [?]
Martini [?]
Figurantes:
Barbara Scotti
[Theresia] Gruman(in)
[Elena] Paganini
Figurants:
[Joseph] Hornung
[Michael] Pößinger [= Michel]
[Cortolo] Constantini
[Giovanni Gastone] Boccherini
[Ignaz] Seve
[Vincenzo] Galeotti
[Philipp] Gumpenhuber

2Vgl. Antoine d'Origny, Annales du théatre italien depuis son origine jusqu'à ce jour, Paris 1788, Bd. 1, Reprint, Genf 1970, S. 284.
3Hofkammerarchiv, Hofzahlamtsbücher (Theatral-Cassa), Wien, Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/FHKA SUS HKZAB.

Zeitgenössische Berichte:

1Philipp Gumpenhuber, Repertoire de tous les Spectacles qui ont été donnés au Théâtre près de la Cour, Einträge vom 1., 6. bis 8., 10. bis 15. und 28. Januar 1761 (US-CAt, MS Thr. 248.2).

Uraufführungsort:

Werkteile

Übernahmen

keine

Quellen

keine

Literatur

Brown, Bruce Alan: Gluck and the French Theatre in Vienna, Oxford 1991. ISBN/ISSN: 0193164159

Brown, Bruce Alan und Rushton, Julian: Gluck, Christoph Willibald, in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, Second Edition, Vol. 10 Glinka to Harp, hrsg. von Stanley Sadie und John Tyrrell, Oxford 2001, S. 24–58.

Erstellt von: Vera Grund
Zitierhinweis: Christoph Willibald Gluck. Sämtliche Werke, GluckWV-online, URI: http://www.gluck-gesamtausgabe.de/id/2-37-00-0 (11.12.2018)

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