"Chœur"

GluckWV 4.1.2

Allgemeines

GGA-Band: VI/1

Wotquenne-Nummer: deest

Werktyp: Chor

Uraufführungsort: 12. Februar 1758, Wien, Burgtheater

Authentizität: zugeschrieben (Musik verschollen)

Personen

Genese

Entstehung:

In seiner Theaterchronik1 verzeichnet Philipp Gumpenhuber am 12. Februar 1758 eine Gluck'sche Chorkomposition, welche neben einem Konzert für Pantaleon und weiteren (nicht benannten) Vokalstücken bei einer sogenannten "Akademie" aufgeführt wurde. Diese Konzerte, die bereits seit 1745, und ab 1755 dann regelmäßig unter dem Hoftheaterdirektor Graf Giacomo Durazzo stattfanden, wurden an Fastentagen am Burgtheater gegeben. Gluck wurde für die musikalische Einrichtung der Akademien von Durazzo engagiert: Seine Zuständigkeit belegen die Rechnungen der Theatralkassa2 der beiden Wiener Theater (Burg- und Kärntnertortheater), wonach er zwischen 1755 und 1765 als "Compositore" oder "Direttore della Musica" (für nicht näher bezeichnete Dienste bis einschließlich 1767) u. a. für die Einrichtung der Akademien bezahlt wurde.
Die Musik zum von Gumpenhuber erwähnten Chor ist nicht erhalten, sodass nicht festzustellen ist, welcher Text diesem Werk zugrunde lag und ob es sich dabei um eine Neukomposition oder um eine Kontrafaktur handelte.
(Vgl. das Vorwort von Yuliya Shein zu Geistliche und weltliche Vokalmusik, GGA VI/1, Kassel usw. 2022.)

2Hofkammerarchiv, Hofzahlamtsbücher (Theatral-Cassa), Wien, Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/FHKA SUS HKZAB.

Zeitgenössische Berichte:

1Philipp Gumpenhuber, Répertoire de tous les Spectacles qui ont été donnés au Théâtre près de la Cour, Eintrag vom 12. Februar 1758 (US-CAh, MS Thr. 248).

Uraufführungsort:

Werkteile

Übernahmen

keine

Quellen

keine

Literatur

Brown, Bruce Alan: Gluck and the French Theatre in Vienna, Oxford 1991. ISBN/ISSN: 0193164159

Erstellt von: Yuliya Shein
Zitierhinweis: Christoph Willibald Gluck. Sämtliche Werke, GluckWV-online, URI: https://www.gluck-gesamtausgabe.de/id/4-01-02-0 (07.12.2022)

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