Publikation des Bandes „Cythère assiégée (1775)“ (IV/9)

Cythère assiégée (Paris 1775) (IV/9), herausgegeben von Daniela Philippi, Frankfurt am Main, Bärenreiter-Verlag, Kassel usw. 2019.

Glucks dreiaktige Cythère assiégée wurde 1775 an der Académie royale de musique in Paris uraufgeführt. Sie ist eine umfassend bearbeitete und zur Form Opéra-ballet erweiterte Neufassung von Glucks gleichnamiger Opéra-comique aus dem Jahr 1759.

Die vorgelegte Edition ist die erste kritische Ausgabe des Werkes, und sie verdeutlicht die aufführungsbedingten Veränderungen, die jedoch nicht von Gluck selbst, sondern von Pierre-Montan Berton durchgeführt wurden.

Im Hauptteil des Bandes erscheint die im Frühjahr 1775 von Gluck vorgelegte Version der Cythère assiégée, die dank des erhaltenen Quellenmaterials rekonstruierbar war. Zusätzlich werden im Anhang Änderungen sowie das von Berton hinzufügte sechssätzige Divertissement abgedruckt. Ebenso im Anhang ist die Version der letzten Szenen des dritten Aktes wiedergegeben, die im zeitgenössischen Erstdruck erschien und möglicherweise auf Gluck zurückgeht.

Die Texteile des Bandes (Vorwort und Kritischer Bericht) informieren umfangreich über zahlreiche Aspekte, wie etwa die Werküberlieferung, die äußeren Umstände bis zur Uraufführung, Glucks Einwirken hierauf von Wien aus und die Aufführungsbedingungen (Orchesterstärke, Continuobesetzung, Soli, Chor, Tanzensemble).

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